Mobilität

Dem Thema „Mobilität“ kommt an diesem Standort eine ganz besondere Bedeutung zu. Zusätzlich zur guten Erreichbarkeit mit dem Pkw profitiert die „Dreiländergalerie“ von der direkten Nachbarschaft zu dem Regio – S – Bahnhof und der neuen Tramstation S 8, d.h. sie kann zwischen den unterschiedlichen Mobilitätsnetzen und Bewegungsgeschwindigkeiten in der Stadt vermitteln. Stadtbus, S-Bahn, Regio - Bahn, Auto, E – Bikes, Fahrräder, – die Grenzen zwischen Fahren und Ankommen, Einkaufen und Einsteigen, Center und City werden immer fließender. Die Planung der Galerie berücksichtigt dieses veränderte Mobilitätsverhalten:

  • Direkte fußläufige Anbindung an die neue Tramstation der S8
  • Direkte fußläufige Anbindung an den Bahnhof Weil am Rhein
  • Fahrradstellplätze direkt am Gebäude
  • Ein ausreichendes Angebot an Pkw – Stellplätzen

und definiert diesen Standort als zentralen innerstädtischen Knotenpunkt im multimodalen Mobilitätsnetz.

Stellplätze

Die „Drei Länder Galerie“ bietet insgesamt ca. 580 Pkw – Stellplätze auf 3 Ebenen. Unter Berücksichtigung der vorhandenen Topographie – Höhenunterschied von ca. 10,00 m in Ost – West – Richtung - werden die 3 Parkgeschosse direkt in den Hang gebaut. Die Erschließung erfolgt direkt von der B3, für Linksabbieger die von Norden kommen wird eine zusätzliche Links – Abbiegerspur eingerichtet. Die Ein – und Ausfahrt erfolgt jeweils separat, so dass eine größtmögliche Entzerrung der Verkehrsströme gewährleistet werden kann. Als Abfertigungsanlagen für die Ein- und Ausfahrten sind jeweils zwei Schrankenanlagen mit ausreichend dimensionierten Rückstaulösungen angeordnet.

Die drei Garagenebenen sind über einen an der B3 positionierten Erschließungskern mit 3 Aufzügen und einer Treppe an die Handelsebenen angebunden.

Stellplätze

Ver- und Entsorgung

Die „Dreiländergalerie“ wird über zwei Anlieferhöfe im Norden und Süden ver- und entsorgt. Beide Anlieferhöfe werden direkt von der B3 erschlossen und sind vollständig in das Gebäude integriert und mit Toranlagen zur B3 abgegrenzt so dass sie nach außen hin nicht störend in Erscheinung treten.

Der Hauptanlieferhof befindet sich im Süden, ein weiterer untergeordneter Anlieferhof befindet sich im Norden, die Warenverteilung erfolgt über entsprechend angeordnete Lastenaufzüge und Verteilerkorridore. Beide Anlieferhöfe sind so dimensioniert, dass notwendige Rangiervorgänge innerhalb des jeweiligen Anlieferhofes stattfinden können.

Energetisches Konzept

Die Notwendigkeit des Handelns in Bezug auf den voranschreitenden Klimawandel gewinnt zunehmend an Bedeutung. Nachhaltigkeit ist mehr als ein Trend, Ressourcen schonende Immobilien und ein über den eigenen Horizont hinausblickendes, konzeptionelles, nachhaltiges Denken rücken immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit und des langfristigen Immobilieneigentümers. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, setzt die „Dreiländergalerie“ konsequent auf ein „grünes“ Gebäudekonzept.

Auf der Basis der Architekturpläne, wurde das nachfolgende Technikkonzept entwickelt, dem eine überschlägige Berechnung aller Leistungsdaten (Heizleistungen, Kühlleistungen, elektrischer Energiebedarf, Wasserbedarf usw.) zugrunde liegt.

Bei den Berechnungen über die verschiedensten Lastfälle wurde grundsätzlich ein hoher Standard in Bezug auf den winterlichen und sommerlichen Wärmeschutz angesetzt. Da sich die rheinische Tiefebene auch gerade im Bereich Weil am Rhein durch erhöhte Außenfeuchten auszeichnet, wurden erste Untersuchungen über das Meteonormprogramm 6.1 durchgeführt.

Die Außenbedingungen wurden gemäß den Häufigkeiten zugrunde gelegt:

  • minimale Wintertemperatur - 11 °C/ 90% rF
  • Sommerbetrieb Maximaltemperatur 30 °C, 60% rF

Das Energiekonzept für die „Dreiländergalerie“ sieht vor, dass sämtliche Verkaufsbereiche / Shops lediglich mit dem hygienisch notwendigen Mindestluftwechsel betrieben werden. Im Durchschnitt sollen lediglich 4 - 4,5 m3 / m2h an Außenluft zur Verfügung gestellt werden, wobei in Zeiten hoher Frequentierung die Luftrate auf 12-15 m3/m2h erhöht werden kann. Damit kann die Transportenergie und der Energieaufwand für Luftaufbereitung drastisch reduziert werden.

Ladenstraße

Die innere Mall kann je nach Jahreszeit geschlossen werden, um zu hohe Außenlufteinträge zu vermeiden. Da üblicherweise die Geschäfte große offene Flächen zur Mall hin ausweisen, kann erfahrungsgemäß davon ausgegangen werden, dass es zu einem Luftaustausch zwischen Handelsflächen und Mall kommt, das heißt die Mall im Winter indirekt beheizt wird und Temperaturen oberhalb 12 °C erreicht. Im Sommerbetrieb kann die Mall über Oberlichtelemente so geöffnet werden, dass eine thermische Durchlüftung entsteht, die durch negative Winddruckverhältnisse im Glaslichtbereich unterstützt wird. Gleichzeitig dienen die zu öffnenden Glaselemente im Glasdach der natürlichen Entrauchung der Mall (Kaltverrauchung) .Durch den guten Luftaustausch zwischen Läden und Mall sowie angepasste Temperaturen sowohl im Winter wie auch im Sommer erreicht die Mall eine hohe Aufenthaltsqualität. Diese wird zudem unterstützt durch inneres Grün und Wasserflächen, die eine zusätzliche Adiabate Kühlung im Sommer herbeiführen. Die energiesparende Bauweise der gesamten Gebäudestruktur wird dadurch unterstützt, dass neben den bereits vorher erwähnten Außenluftströmen zusätzlich Umluftmengen umgewälzt werden. Bei zu hohen Wärmeeinträgen wird zusätzlich über Umluftkühler gekühlt bzw. in Winternächten und zu Zeiten, in denen die Läden nicht in Betrieb sind, wird im Umluftbetrieb die Heizung vorgenommen. Da der Umluftheizbetrieb bzw. Kühlbetrieb einer 100%-igen Wärmerückgewinnung entspricht, kann von einer besonders energiesparenden Betriebsweise gesprochen werden.Soweit die notwendigen Energieeinträge (Kühlenergie/Heizenergie) nicht durch die Zuluftmengen gedeckt werden, erfolgt der Energieeintrag wasserbasiert (Warmwasserströme/Kaltwasserströme), d.h. Umluftheiz- bzw. Kühlger.te im Deckenbereich arbeiten mit geringsten Anschlußleistungen infolge geringer Druckverluste innerhalb dieser Raumflächen.

Wärmeversorgung

Die Beheizung des Gebäudes mit einer Gesamtheizleistung von ca. 1084 kW erfolgt zum Teil über ein mit Bio-Öl betriebenes Blockheizkraftwerk mit einer Heizleistung von 420 kW und einem Brennwert-Spitzenlast-Biogaskessel (Heizleistung ca. 664 kW). Infolge der außerordentlich langen Betriebszeit des BHKWs (ca. 5500 Stunden pro Jahr) wird annähernd die gesamte Heizenergie durch diese Systemlösung geliefert (ca. 1705 MWh/a). Das Blockheizkraftwerk liefert zudem im Sommer Wärmeenergie, die von einer Absorptionskältemaschine genutzt wird, wodurch Abwärme wiederum als Antriebsenergie zur Kälteerzeugung zur Verfügung steht.