Mode, Lebensmittel und Gesundheit

Weiler Zeitung 09.02.2022  – von Ingmar Lorenz | Fast alle Mieter sind nun bekannt: Vom Feinkostladen über Kleidung und vom Zahnarzt bis zum Fitnesscenter reicht das Spektrum der Geschäfte, die künftig in der „Dreiländergalerie“ zu finden sind. Hinzu kommt ein vielfältiges gastronomisches Angebot.

85 Prozent der zur Verfügung stehenden Flächen seien inzwischen vermietet, legten Cemagg-Geschäftsführer Andreas Thielemeier und Carolina Veith, zuständig für Vermietung, Konzeption und den Branchenmix in der „Dreiländergalerie“, in einem Pressegespräch am Mittwochmorgen dar.

Bereits am Dienstagabend hatten sie den aktuellen Stand zur Vermietung in der „Dreiländergalerie“ im nicht-öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung vorgestellt.

Neben den Namen der verschiedenen Mieter berichteten Veith und Thielemeier auch von einer gerade für Weil am Rhein besonderen Kooperation: Denn die Sitzgelegenheiten im sogenannten Food Court sowie die Mall-Bestuhlung sollen von Vitra kommen. Entsprechende Gespräche, um die Einzelheiten zu klären, laufen dieser Tage an.

Apropos Gespräche: Diese werden aktuell auch zum Alten Zollhaus geführt, das die Cemagg inzwischen ebenfalls erworben hat. Hier gelte es, sich unter anderem mit der Denkmalschutzbehörde abzustimmen. Vorgesehen ist im „Rebhus“ eine Gastronomie, hieß es.

Anhand der Pläne der „Dreiländergalerie“ führte Veith virtuell durch den im Entstehen begriffenen Einkaufstempel an der Hangkante und stellte dabei die einzelnen Geschäfte vor.

Die Geschäfte im Untergeschoss

Im Untergeschoss der „Dreiländergalerie“ – über der Tiefgarage – finden die Kunden in erster Linie Waren für den täglichen Bedarf. Der Lebensmittelmarkt Rewe, der Bio-Markt Alnatura und der Discounter Lidl eröffnen dort, ebenso die Drogerie Rossmann. Im Zentrum der Untergeschosses entsteht darüber hinaus ein großer Spielbereich für Kinder.

Auf kleineren Flächen zwischen etwa 50 und 150 Quadratmetern finden sich im Untergeschoss zudem zahlreiche weitere Geschäfte: Wohnaccessoires gibt es bei Butlers , Tee finden die Kunden bei TeeGschwender und Nahrungsergänzungsmittel bei Next Level Nutrition. Ebenso befinden sich im Untergeschoss der „Dreiländergalerie“ ein Apollo Optik, ein Ernsting’s Family, ein Tabakwarenladen von Barba­rino sowie das Feinkostgeschäft Wajos.

Über zwei Aufzüge in den Lebensmittelmärkten wird die Tiefgarage direkt erreichbar sein. Weitere Aufzüge und Rolltreppen führen nach oben ins Erdgeschoss.

Die Geschäfte im Erdgeschoss

Dort befindet sich die erste Etage des Modegeschäfts Peek und Cloppenburg, dessen Verkaufsfläche sich in der Dreiländergalerie auf zwei Ebenen erstreckt.

Kunden finden im Erdgeschoss zudem die Dessous- und Lingerie-Geschäfte Hunkemöller und Triumph sowie das Bekleidungsgeschäft ­Guess. Bei L’Occitane werden Körperpflege-Produkte angeboten und bei Snipes finden die Kunden Freizeitkleidung und Turnschuhe. Bei Replay und Levi’s gibt es zudem Jeans zu kaufen. Bei Engbers wird Männermode und bei Schu­back Parfüm angeboten.

Ebenfalls im Erdgeschoss gibt es laut Veith eine Apotheke samt direktem Zugang nach draußen für die Notdienste. Ein Eiscafé rundet das Angebot im Erdgeschoss ab.

Die Geschäfte im ersten Obergeschoss

Neben der zweiten Verkaufsfläche von Peek und Cloppenburg eröffnen im ersten Obergeschoss das Schuhhaus Nipp, das Modegeschäft Cult und ein Frisör-Salon. Bücher werden bei Osiander angeboten und Geschenke bei Nanu-Nana.

Ein Herzstück dieses Geschosses bildet zudem der sogenannte Food-Court, der insgesamt zehn Einheiten umfasst, von denen neun bereits vermietet sind, so Veith.

Das gastronomische Angebot ist breit gefächert, es reicht von klassischer Currywurst mit Pommes über Sushi und Döner bis hin zu sogenannten Bowls.

Das zweite Obergeschoss mit Terrasse

Das gastronomische Angebot spielt auch ganz oben in der „Dreiländergalerie“ eine entscheidende Rolle. Denn hier eröffnet ein mexikanisches Restaurant. Die Gäste haben dabei die Möglichkeit, auch auf der großen Terrasse zu essen.

Daneben wird es ein Fitnesscenter und mehrere Angebote im Bereich der medizinischen Versorgung geben, namentlich einen Acura- Zahnarzt und ein medizinisches Versorgungszentrum.

Corona erschwerte die Mietersuche

Hinzukommen soll im Erdgeschoss zudem noch ein Juweliergeschäft, wie Veith allerdings im Rahmen des Pressegespräches erklärte, laufen diesbezüglich noch Gespräche. Zudem stehe sie noch mit mehreren internationalen Firmen bezüglich der Vermietung der noch zur Verfügung stehenden Flächen in der „Dreiländergalerie“ in Kontakt.

Allerdings ist Veith zuversichtlich, dass es diesbezüglich zeitnah zu Einigungen kommen wird. Bis Ende März rechnet sie mit einer Vermietung von 95 Prozent aller Flächen, also beinahe mit Vollvermietung.

Dabei habe sich die Mieterfindung in den vergangenen Monaten und Jahren in erster Linie aufgrund der Corona-Krise nicht immer einfach dargestellt, blickt Veith zurück. „Es war sehr anstrengend.“ Gerade zu Beginn der Krise und während des ersten Lockdowns habe sich die Verunsicherung bei den potenziellen Mietern doch deutlich gezeigt.

Inzwischen aber habe sich die Lage zum Besseren gewendet. Mit viel Arbeit habe man einen gelungenen Branchenmix realisieren können. Wichtig sei es gewesen, zuerst die größeren Flächen zu vermieten, blickt Veith zurück. Die Vermietung der kleineren Flächen, die nicht immer einfach war, habe im Anschluss angestanden. Die Flächen, die nun noch frei sind, bezeichnet Veith als „Creme de la Creme“. Diese erst relativ spät zu vermieten, ergebe Sinn, um den Branchenmix entsprechend steuern zu können. Ein Pfund, mit dem die Cemagg bei der Mietersuche darüber hinaus stets wuchern konnte, ist die Lage der „Dreiländergalerie“ und ihr direkter Anschluss an den Individualverkehr und die Tram.

Vorausgesetzt, dass es zu keinen extremen Entwicklungen in der Pandemie mehr kommt, stehe daher nun auch der für den Herbst anberaumten Eröffnung nichts mehr im Weg.