Einkaufszentrum Dreiländergalerie

Grünes Licht für die Dreiländergalerie

Am 28.07.2015 um 19.23 Uhr war es endlich soweit, der Gemeinderat von Weil am Rhein hat in seiner Sitzung den Verkauf des ein Hektar großen Hangkanten-Grundstücks an die CEMAGG beschlossen und somit die Weichen zur Realisierung des Einkaufs- und Dienstleistungszentrum Dreiländegalerie gestellt. Auf diesem Weg möchten wir uns nochmals bei allen Beteiligten für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung recht herzlich Bedanken und freuen uns einen großen Beitrag zur Entwicklung der Innenstadt von Weil am Rhein leisten zu dürfen.

Abstimmung Gemeinderat zum Verkauf der Hangkanten-Grundstücke
JA-Stimmen (n=25)
92%
NEIN-Stimmen (n=2)
7%

Ergebnis Bürgerentscheid

Abstimmung Gemeinderat zum Verkauf der Hangkanten-Grundstücke
JA-Stimmen (n=4.647)
20%
NEIN-Stimmen (n=3.060)
13%
Nichtwähler und ungültige Stimmen (n=15.234)
66%
Wahlberechtigte (n=22.941)
100%

Unter der Fragestellung „Sind Sie damit einverstanden, dass die Stadt Weil am Rhein die Grundstücke Flst.-Nr. 8019/1 und Flst.-Nr. 5301/4 (Hangkante/Europaplatz) an die CEMAGG GmbH, c/o Postgalerie, Karlsruhe, verkauft, damit diese dort ein Dienstleistungs- und Einzelhandelszentrum gemäß dem Projektstand vom 21.10.2014 errichtet?“ waren die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Weil am Rhein am Sonntag, den 19.07.2015, in einem vom Gemeinderat initiierten Bürgerentscheid, aufgerufen über die städtebauliche Zukunft der Hangkante/ Europaplatz zu entscheiden.

Beim Bürgerentscheid stimmten erfreuliche 20,3 Prozent (n=4647) der wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger für den Verkauf der städtischen Grundstücke und die damit verbundene Realisierung der Dreiländergalerie, während lediglich 13,34 Prozent (n=3060) gegen den Verkauf votierten.

Das Votum ist allerdings nicht bindend, da das erforderliche Quorum von 25 Prozent nicht erreicht wurde. Dementsprechend wird der Gemeinderat anstelle der Bürger am 28.07.2015 die Entscheidung über den Verkauf treffen müssen.

Projekt "Dreiländergalerie" in Weil am Rhein

Unter dem Projekttitel „Dreiländergalerie“ beabsichtigt die CEMAGG GmbH den Bau eines innenstadtnahen Dienstleistungs- und Einzelhandelszentrums mit einer Verkaufsfläche von 16.500 qm am Europaplatz in Weil am Rhein. Das auf 70 Mio Euro taxierte Projekt plant neben 60 Shops und Gastronomiebetrieben ein Parkhaus mit 550 Stellplätzen und eine Kindertagesstätte.

Die „Dreiländergalerie“ besteht aus zwei Gebäuden die in den Obergeschossen miteinander verbunden sind – dem Eingangsturm auf dem Areal der neuen Wendeschleife der S 8 und dem Einkaufszentrum am Europaplatz. Der Eingangsturm ist unmittelbar zur Innenstadt hin orientiert und über den neu gestalteten öffentlichen Platz vor dem denkmalgeschützten „Alten Badischen Zollhaus“ angebunden. Ein zweiter Eingang befindet sich an der Müllheimer Straße gegenüber von dem Kaufring / Hotel bzw. nördlich vom historischen Rebhuus, ein dritter an der B3 direkt gegenüber des Bahnhofs. Die Wendeschleife der Tramstation S 8 wird integraler Bestandteil der Planung, vom neuen S-Bahnhof kommend gibt es zwei direkte Zugänge zur Stadtgalerie – über den Eingangsturm direkt in das 1. Obergeschoss und von dem Eingang am historischen Rebhuus in das Erdgeschoss.

Mit dem gesellschaftlichen Wandel von der Industrie zur Dienstleistungsgesellschaft verändern sich die Anforderungen an die qualitativen Werte der Stadt städtebaulich, ökologisch, gesellschaftlich und kulturell. Ziel des städtebaulichen Entwurfes für die „Dreiländergalerie“ in Weil am Rhein ist es, den Versorgungsanspruch der Stadt zu stärken und dem immer rasanteren Wandel unserer Zeit anzupassen, denn nur im gemeinsamen Miteinander wird es der Innenstadt und der „Dreiländergalerie“ gelingen sich als attraktiven Einkaufsstandort im Dreiländereck Deutschland, Schweiz, Frankreich zu positionieren.

Dem Thema „Mobilität“ kommt an diesem Standort eine ganz besondere Bedeutung zu. Zusätzlich zur guten Erreichbarkeit mit dem Pkw profitiert die „Dreiländergalerie“ von der direkten Nachbarschaft zu dem Regio – S – Bahnhof und der neuen Tramstation S 8, d.h. sie kann zwischen den unterschiedlichen Mobilitätsnetzen und Bewegungsgeschwindigkeiten in der Stadt vermitteln. Stadtbus, S-Bahn, Regio - Bahn, Auto, E – Bikes, Fahrräder, – die Grenzen zwischen Fahren und Ankommen, Einkaufen und Einsteigen, Center und City werden immer fließender.

Die Planung der Galerie berücksichtigt dieses veränderte Mobilitätsverhalten:

• Direkte fußläufige Anbindung an die neue Tramstation der S8

• Direkte fußläufige Anbindung an den Bahnhof Weil am Rhein

• Fahrradstellplätze direkt am Gebäude

• Ein ausreichendes Angebot an Pkw – Stellplätzen

Die Notwendigkeit des Handelns in Bezug auf den voranschreitenden Klimawandel gewinnt zunehmend an Bedeutung. Nachhaltigkeit ist mehr als ein Trend, Ressourcen schonende Immobilien und ein über den eigenen Horizont hinausblickendes, konzeptionelles, nachhaltiges Denken rücken immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit und des langfristigen Immobilieneigentümers. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, setzt die „Dreiländergalerie“ konsequent auf ein „grünes“ Gebäudekonzept.

Lageplan
Querschnitt
Fassadenansicht Süd und Ost
Fassadenansicht Nord und West

Standort Hangkante/Europaplatz

Fragen und Antworten zur Dreiländergalerie

WAS IST DIE DREILÄNDERGALERIE?

Unter dem Projektitel „Dreiländergalerie“ beabsichtigt die CEMAGG GmbH den Bau eines innerstädtischen Dienstleistungs- und Einzelhandelszentrums mit einer Verkaufsfläche von 16.500 qm am Europaplatz in Weil am Rhein. Das auf 70-85 Mio. Euro taxierte Projekt plant neben 60 Shops und Gastronomiebetrieben ein Parkhaus mit ca. 550 Stellplätzen und eine Kindertagesstätte.

 

WIESO EIGENTLICH WEIL AM RHEIN?

In einem vom Gemeinderat initiierten mehrstufigen und europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb wurden seit 2013 Ideen und Konzepte zur Entwicklung und Revitalisierung des Europaplatzes/Hangkante in Weil am Rhein gesucht. Mit dem Entwurf „Dreiländergalerie“ setzte sich die CEMAGG GmbH, im Wettbewerb vertreten durch Bilfinger Real Estate in Kooperation mit dem international tätigen Architekturbüro Chapman Taylor, am Ende gegen die namenhafte Konkurrenz durch und wurde im Oktober 2014 vom Gemeinderat zum Sieger des Wettbewerbs bestimmt.

 

WER STECKT DAHINTER?

Die Centermanagement Group Germany GmbH (kurz: CEMAGG GmbH) ist ein Unternehmen aus dem Verbund der Schapiragroup, einer Investorengruppe im Bereich Groß- und Einzelhandelsimmobilien, Einkaufszentren, Altenpflegeheimen, Logistik und Büros. Als Managementfirma für den Betrieb von Einkaufszentren wie z.B. die POSTGALERIE Karlsruhe und den Schwanenmarkt in Krefeld ist die CEMAGG GmbH spezialisiert auf die Verwaltung, Vermietung und Vermarktung solcher Objekte.

 

WARUM EIN BÜRGERENTSCHEID UND WAS IST DAS?

Der Bürgerentscheid ist ein Instrument der direkten Demokratie auf kommunaler Ebene. Mit ihm ist es möglich, dass die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Weil am Rhein über Fragen des eigenen Wirkungskreises entscheiden. In Baden-Württemberg wird der Bürgerentscheid in §21 der Gemeindeordnung geregelt. Bei einem Bürgerentscheid ist die gestellte Frage in dem Sinne entschieden, in dem sie von der Mehrheit der gültigen Stimmen beantwortet wurde, sofern diese Mehrheit mindestens 25 vom Hundert der Stimmberechtigten beträgt. Bei Stimmengleichheit gilt die Frage als mit Nein beantwortet. Ist die erforderliche Mehrheit nicht erreicht worden, hat der Gemeinderat die Angelegenheit zu entscheiden. Der Bürgerentscheid hat die Wirkung eines endgültigen Beschlusses des Gemeinderats.

 

WAS REGELT DER BÜRGERENTSCHEID AM 19.07. 2015?

Unter der Fragestellung „Sind Sie damit einverstanden, dass die Stadt Weil am Rhein die Grundstücke Flst.-Nr. 8019/1 und Flst.-Nr. 5301/4 (Hangkante/Europaplatz) an die CEMAGG GmbH, c/o Postgalerie, Karlsruhe, verkauft, damit diese dort ein Dienstleistungs- und Einzelhandelszentrum gemäß dem Projektstand vom 21.10.2014 errichtet?“ werden die Bürgerinnen und Bürger am 19.07.2015 über die städtebauliche Zukunft der Hangkante/Europaplatz entscheiden. Die Vergabe des Grundstücks an den Investor ist dementsprechend zwingende Voraussetzung, um die Dreiländergalerie zu realisieren.

 

WO UND WIE KANN ICH ABSTIMMEN?

Abgestimmt werden kann am Abstimmungstag, Sonntag, 19. Juli 2015, von 8.00 bis 18.00 Uhr in den Wahllokalen, die auf der jeweiligen Wahlbenachrichtigungskarte angegeben sind. Dort erhalten Sie einen Stimmzettel. Die Briefwahl (und der Wahlschein) kann mit der Wahlbenachrichtigungskarte bei der zuständigen Wahlbehörde beantragt werden. Es gibt drei Möglichkeiten Briefwahlunterlagen anzufordern: 1. durch persönliche Beantragung beim Wahlamt 2. durch Ausfüllen und Zurücksenden der Wahlbenachrichtigungskarte an das Wahlamt und 3. über das Internet unter www.weil-am-rhein.de/wahlen. Die Wahlunterlagen werden bei rechtzeitiger Beantragung auch an die Urlaubsadresse zugesandt.

 

WIE GEHT ES DANN WEITER?

Nach positivem Bürgerentscheid wird die CEMAGG GmbH die Grundstücke (Hangkante/Europaplatz) von der Stadt Weil am Rhein erwerben. Im Anschluss daran folgt ein
Bebauungsplan- und Baugenehmigungsverfahren, um das zur Realisierung der Dreiländergalerie erforderliche Baurecht zu schaffen.

 

WELCHEN SINN UND ZWECK VERFOLGT DER BEBAUUNGSPLAN?

Der Bebauungsplan ist ein Instrument zur Gestaltung der Bodennutzung in einer Gemeinde und hat damit die Aufgabe, die bauliche und sonstige Nutzung von Grundstücken vorzubereiten und zu leiten. Sie findet ihre rechtliche Grundlage im Baugesetzbuch. Die Aufstellung von Bebauungsplänen gehört zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Städte und Gemeinden. Mit diesem Instrument der Stadtplanung wird die Nutzung der Grundstücke parzellenscharf festgelegt unter Beachtung u.a. folgender Belange:Wirtschaft, Umweltschutz, Verkehr,Denkmalschutz, kulturelle und soziale Bedürfnisse, Wohn- und Arbeitsverhältnisse, uwm.

 

VERFAHREN ÜBER DEN BEBBAUUNGSPLAN- DIE ÖFFENTLICHKEIT IST DABEI !

Der Bebauungsplan für die Dreiländergalerie und ihr Umfeld entsteht in einem formellen Verfahren mit mehreren Schritten. Zunächst wird ein Vorentwurf mit verschiedenen Begutachtungen zu Verkehr, Umwelt, Gestaltung usw. erarbeitet und der Öffentlichkeit und den zuständigen Behörden Gelegenheit zur (frühzeitigen) Beteiligung gegeben.Anregungen, Hinweise und Bedenken werden aufgenommen und in den Plan eingearbeitet, der erneut – nunmehr formell – für die Beteiligung geöffnet ist. Erst nach diesen beiden Schritten kann der Gemeinderat den Plan zur Satzung beschließen. Richtig ist: Nach dem Bürgerentscheid kann noch nicht sofort gebaut werden. Richtig ist aber auch: Die schon heute von den Bürgern vorgebrachten Argumente zum Projekt fließen konsequent in die Planung ein und stärken die Qualität dieses Stadtentwicklungsprojektes ganz maßgeblich.

 

UND DANACH ?

Erst auf Grundlage des Bebauungsplans wird eine Baugenehmigung für die Dreiländergalerie möglich. Und danach kann (endlich) gebaut werden. Es sind also noch einige Schritte zu tun und so wird bis zum Richtfest auch noch etwas Zeit vergehen – aber die aktuelle Diskussion in Weil zeigt konsequent in die Richtung der Dreiländergalerie !

Projektteam

Um das Projekt „Dreiländergalerie“ erfolgreich zu realisieren, setzt der Investor CEMAGG GmbH auf die Unterstützung eines kompetenten Projektteams: